Laminat Boden

Raumklima


Ein weiteres Betätigungsfeld der Innenarchitekten ist das Einschätzen des Raumklimas. Dieser Teil wird leicht vernachlässigt, klingt ja auch nicht besonders kreativ oder interessant. Ist es aber! Hier geht es nicht nur darum, zu lüften und die Innenräume vor Schimmel zu bewahren, obwohl auch das eine Funktion der Raumklima- Bestimmung ist.

Schimmel

Zu Schimmelbildung sei noch eines gesagt, wenn renoviert wird und gerade die besser abdichtenden Fenster gewählt werden, kann sich plötzlich Schimmel an den Wänden ausbreiten, denn es entsteht durch die Abdichtung so eine Art Tropenklima ohne Kälte und Luftzug im Raum. Das ist schon oft passiert! Es wird in die Fenster investiert und das Haus vermeintlich aufgewertet und 2, 3 Monate später hat man noch mehr Kosten und gar keine Freude, wenn der Schimmel von den Wänden gekratzt werden muss. (Wenn man ihn noch runterkratzen kann, hat man ja noch Glück gehabt!) Wenn der Schimmel schon da ist, besorgt man sich am besten gleich einen Spray gegen die Bakterien (Schimmel ist extrem gesundheitsschädlich) und einen Wandentfeuchter. Das ist ein Gerät, dass man ungefähr 30 cm neben die befallene Wand stellt. Diese Geräte saugt die Feuchtigkeit aus der Wand. Es hat einen großen Behälter, in dem das Wasser, das aus der Wand gesogen wurde, gesammelt wird.

Zimmertemperatur

Für den Menschen sind Temperaturen, die den Organismus stark belasten, unangenehm. Der Hypothalamus funktioniert wie ein Temperatursensor. Seine Hauptaufgabe ist es, körperliche Impulse und Empfindung in seelische zu übersetzen und umgekehrt. Er steuert Schlafbedürfnis, Sättigigungsgefühl und Hungergefühl, das sexuelle Verhalten und eben die Homöostase (das Gleichgewicht im Körper bei Blutdruck und eben Temperatur.) Wenn er richtig funktioniert, stimmt auch die Körpertemperatur und der Mensch fühlt sich deswegen wohl, zumindest nicht unwohl. Wenn der Körper erkrankt, kommt auch der Hypothalamus aus dem Gleichgewicht und der Körper reagiert auf die Krankheit mit Zittern, Schüttelfrost oder Fieber. Der menschliche Organismus braucht eine gleich bleibende Körpertemperatur von 37C. Wenn dem Körper mehr Wärme entzogen wird, als er produziert, wird im kalt, ab 8C verwandelt sich das Kälteempfinden in Schmerzempfinden. Ebenso ab über 50C.
Und wenn sich der Körper durch Schwitzen von der Hitze abkühlen muss, ist das schon unangenehm. Angenehm sind Raumtemperaturen zwischen 18 und 32C. Ein besonders gutes Raumklima bietet ein Passivhaus. Hier kommen darüber hinaus auch erneuerbare Energien wie z.B. eine Wärmepumpe zum Einsatz.

Im Winter kann eine kalte Wand schon unangenehm wirken, im Sommer ein Fenster, durch das die Sonne scheint. Abhilfe knnen hier Fensterfolien schaffen. Bei Temperaturen über 30C ist ein Mensch außerdem so viel mehr unfallgefährdet, wie wenn er 1 Promille Alkohol im Blut hätte. Daher gehört die Temperaturregelung mittels Heizungen, die sich gleichmäßig aufwärmen, Kühlung durch Klimaanlage, die Planung von Fenstern, Wänden und Teppichen in Hinsicht auf die klimatischen Eigenschaften der Umgebung zum Aufgabenbereich der Innenarchitekten, wenn sie gute Arbeit leisten wollen und dem Kunden ein behagliches Heim schaffen wollen.

Luftfeuchtigkeit

Die Luftfeuchtigkeit bestimmt auch viel des Wohlbefindens in einem Raum. Ist sie- durch Pflanzen, Geräte, die heißes Wasser verwenden, etc.- zu hoch, wirkt das Raumklima schwül und drückend, der Mensch wird träge. Außerdem wird Schimmelbildung begünstigt. Unter 40 % Luftfeuchtigkeit vermehren sich Bakterien leichter. Ist sie so niedrig können auch die Schleimhäute austrocknen. Der Mensch wird krank. Ein Luftbefeuchter kann das Problem lösen. Optimal ist daher eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 %.

Luftzirkulation

Wenn es zieht, unterkühlen Teile des Körpers, was dann als Verspannung wahrgenommen wird. Außerdem wird ein ständiger Zug kalter Luft als Konzentrationsstörung erlebt. Ist die Luftzirkulation jedoch durch ungünstige Fenster etc. blockiert, wird der Raum stickig und der Mensch wird schneller müde, da nicht genug Sauerstoff in sein Blut und Gehirn gelangt. In solchen Räumen ist es besonders wichtig, lange zu lüften, wenn möglich mit einem Ventilator zusammen, der die Luft verteilt. Pflanzen können ein wenig helfen, sie produzieren ja Sauerstoff aus dem Kohlendioxid, aber (!) nachts geben auch sie meist CO2 ab. (Daher auch möglichst keine Pflanzen in Schlafräume stellen!)

Gerüche, Gifte, Dämpfe

Auch das ist ein Faktor bei der Ermittlung und Veränderung des Raumklimas. In Küchen zum Beispiel werden durch das Kochen oder die Aufbewahrung von Lebensmittel Gerüche und Dämpfe frei. Sie lassen sich durch Dampfabzüge, gute Verschlüsse von Türen und Fenster vermindern, es gibt auch gute Möglichkeiten, die Küche zum Duften zu bringen, mittels getrockneter Kräuter oder Duftlampen. Auch Raumerfrischer werden oft eingesetzt und in extremen Fällen werden Geruchsvernichter eingesetzt. So können auch Stoffmöbel von unangenehmen Gerüchen befreit werden. Gifte treten -hoffentlich- so gut wie gar nicht aus, aber wenn, dann müssen auch sie neutralisiert werden (Aspest zum Beispiel) und die Ursache vernichtet werden. Wenn sich solche Gifte in Räumen ansammeln, werden sie auch meistens als unangenehm empfunden. Wobei das meist ein undefinierbares Gefühl ist, so lange die Ursache dafür nicht bekannt ist.

Lärm, Geräuschpegel

Auch hoher Lärm beziehungsweise eine geringe Abschirmung des Raumes durch Lärm von außen wird als Stresserzeuger wahrgenommen und dieser Stress kann auch in dem schönstes Haus das Wohlbefinden zu Nichte machen. Daher ist es auch Aufgabe der Innenarchitektur die Geräuschkulisse auf ein angenehmes Limit zu dämpfen. Ständige Geräuschbelästigung kann schnell zu wirklichen körperlichen Störungen und sogar Schmerzen führen, er hält den Körper in Kampfhaltung. Wenn der Lärm allerdings nicht bekämpft werden kann, bleiben die Nerven in ständiger Bereitschaft und der Mensch wird nicht fähig sein, sich zu entspannen. Die meisten Menschen reagieren darauf aggressiv, gereizt und können keine Aktivitäten mehr genussvoll ausführen.

Weiterführende Links:

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