Laminat Boden

Beleuchtung und Belichtung


Belichtung bedeutet im Bereich der (Innen-) Architektur, das Licht, das durch die Fenster einfällt, also die Erhellung eines Raumes durch Tageslicht. Im Gegensatz dazu steht der allgemein bekannte Ausdruck der „Beleuchtung“, bei dem davon gesprochen wird, wie ein Raum künstlich, durch Lampen, Kerzen und so weiter auch in der Dunkelheit erhellt werden kann.

Tageslicht hat eine sehr positive Wirkung auf die menschliche Psyche. Das wird jedoch meistens erst bemerkt, wenn es in einem Raum beziehungsweise einem ganzen Gebäude am Einfall des Lichtes mangelt. Die Ausleuchtung durch Tageslicht kann auch nur durch Fenster in den Wänden, Balkonen mit Glastueren oder durch Fenster im Dach (Oberlicht) erzielt werden. In großen Gebäuden gibt es auch oft so genannte „Atrien“, also große Lichthöfe, die eine generelle Belichtung des Gebäudes erleichtern und wenn sie am richtigen Ort eingeplant und gebaut werden, erzielen sie auch oft eine Belichtung in allen Bereichen des Gebäudes.
Wenn so etwas nicht möglich ist, wird auf die verschiedenen Möglichkeiten der künstlichen Beleuchtung (Unterbauleuchte) zurückgegriffen. Sie ist natürlich in jedem Gebäude generell notwendig, für die Abend- und Nachtzeiten, in denen sonst auch von außen nur Dunkelheit einfällt. Doch auch tagsüber müssen oder sollten manche Räume ausgeleuchtet werden. An regnerischen Tagen etwa ist die Helligkeit des Tageslicht selbst nicht ausreichend, um zum Beispiel optimal arbeiten zu können. Der Einfluss, den Licht auf das menschliche Gehirn und Wohlbefinden hat, darf nicht unterschätzt werden:
Licht, beziehungsweise der Grad der Helligkeit, signalisiert dem Gehirn, das Tag ist und der Mensch wird aufgeweckt. Bliebe es den ganzen Tag über dunkel oder nicht hell genug, laufen auch die geistigen Vorgänge nicht auf Hochtouren. Die Stimmung bleibt gedämpft, ebenso wie das Licht.
Werden die Zeiten kürzer, an denen es hell ist, beziehungweise erlebt ein Mensch nie den ausreichenden Stärkegrad (Lux) des Lichtes, wird in seinem Körper vermehrt das Hormon Melatonin ausgeschüttet. Dieses Hormon versetzt den Menschen in einen Schlaf- beziehungsweise Müdigkeitszustand. Das ist nachts normal und erwünscht, aber tagsüber sehr anstrengend. Das lässt sich leicht beobachten, wenn der Herbst oder der Winter ins Land zieht und die Menschen auf der Straße gelangweilt aussehen, beziehungsweise, wenn man sich selbst eher schlapp und träge fühlt, im Gegensatz zur strahlend hellen Sommerzeit. Das kann sich bekanntlich bis zu Formen echter Depressionen steigern (so genannte „Herbst-/ Winterdepression“), die aber durch einfache Lichttherapien heilbar sind. Verheerend wirkt sich dieser Zusammenhang von Licht und der Ausschüttung von Hormonen aus, wenn ein Mensch in einem zu dunklen Gebäude wohnt oder arbeitet.

Beim Bau eines Gebäudes müssen aber verschiedene Parameter beachtet werden, um den Einfall des Tageslichtes zu planen. Erstens muss die Lage der Fenster durch einen Profi sorgsam ausgewählt werden, um zu verschiedenen Uhrzeiten Lichteinfall zu garantieren. Und was auch nicht zu vergessen ist, ist, dass wenn das Licht besonders stark einfällt, könnte es etwa in einem Büro die Mitarbeiter blenden! Es könnte auch durch die optimale Lage der Fenster verhindert werden, dass der Raum durch das Licht zu stark überhitzt wird!
Auch durch den Einsatz von Fensterladen, Rollos, Vorhängen kann die Stärke des Lichtes beziehungsweise der Grad der Abschwächung beeinflusst werden.

Beleuchtung (Energiesparlampe Paulmann) wird von Innenarchitekten meist nicht einfach als „eine Lampe hier, einige LEDs da“ abgefertigt, sondern wird zu einem Element, mit dem man den Raum gestalten kann. Bilder, Menschen, Dinge können beleuchtet werden oder ausgeblendet, durch das Experimentieren mit verschieden farbigen Glühbirnen oder Lampen & Leuchten können wunderschöne Effekte erzielt werden.

Weiterführende Links:

- Rürup-Altersvorsorge